Tipps für Wohnprojekte

Wir sind glücklich unser Projekt gemeinsam erbaut zu haben, das gemeinsame Wohnen entwickelt sich nun hoffentlich ähnlich gut wie auch das Grün um unser Haus zu sprießen beginnt! Da wir oft gefragt werden, wie unser Projekt gelingen konnte, haben wir hier einige hilfreiche Punkte aufgeschrieben:

IMG_5872Es hat uns geholfen,

  • dass eine Kerngruppe von ca. 5 Parteien sich innerhalb eines Jahres etabliert hat,
  • dass wir uns auf eine Organisationsform geeinigt haben, die Besitz ermöglicht, der auch vererbbar und verkaufbar bleibt, was für die meisten von uns für die Zukunfts- und Alterssicherung Voraussetzung fürs Mitmachen war,
  • dass wir frühzeitig eine Internetpräsenz aufgebaut haben, auf die wir in Zeitungsartikeln und Anzeigen hinweisen konnten,
  • dass wir im Verlauf der Gruppenbildung (manchmal schmerzhaft) gelernt haben aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Kommunikation so zu gestalten, dass niemand ausgegrenzt wurde,
  • dass wir sehr geduldige Grundstücksverkäufer hatten, die beinahe 2 Jahre warteten, bis wir als Gruppe soweit waren, den Kaufvertrag zu unterschreiben,
  • dass wir einen Projektsteuerer hatten, der was vom Bauen versteht,
  • einen Architektenwettbewerb zu veranstalten, den wir unter 3 Büros ausschrieben nach Vorinterviews mit ca. 7 Architektenbüros,
  • IMG_5897dass unsere Architekten zum einen den Bauprozess mit großer Kompetenz und viel Geduld zügig vorangebracht haben auch wenn wir gemeinsam Lernprozesse durchmachten, wenn viele Baufrauen und -herren an Entscheidungen beteiligt waren,
  • dass unsere Architekten zum andern  viele Erfahrungen mit energiesparendem Bauen und Verbindungen zu den regionalen Handwerksbetrieben einbrachten und den Kostenrahmen punktgenau eingehalten haben (Stand Mai 2015 – einige wenige Dinge stehen noch aus),
  • dass 2 von uns sich als ehrenamtliche Geschäftsführer stark in die Arbeit hineingekniet haben und dabei von anderen unterstützt wurden,
  • dass wir Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen (Öffentlichkeitsarbeit, Energie, Garten- und Außenanlagen) gegründet haben.

Wenn wir zurückschauen, wäre es besser gewesen

  • bereits zum Kauf des Grundstücks die Organisationsform einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) und nicht die eines Vereins zu wählen, da hier ein Wechsel der Teilnehmer rechtlich bzw. steuerlich wesentlich einfacher vonstatten geht (Anmerkung von Mai 2015: auch bei der GbR kann es steuerliche Stolperfallen geben!),
  • die Rolle eines Projektsteuerers klarer zu definieren oder zunächst einen ausbaufähigen aber nicht ausbaupflichtigen Vertrag zu schließen statt später zu merken, dass wir doch vieles ohne Steuerung besser und vor allem billiger hinkriegen,
  • wenn bestimmte Entscheidungen zur Wohnungsausstattung anhand klarer Alternativen (welcher Fußboden in den Wohnungen, welcher Haustürgriff) schneller und eindeutiger gefallen wären.

Soweit die Einschätzung des Webmasters vom Mai 2015: Irrtümer, die nach Bekanntwerden schnellstens korrigiert werden, vorbehalten!

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